
Perlen der Weisheit
"Betrachten Sie einmal eine Pfingstrose. Zuerst sehen Sie die
ganze Blume, ihre Farbe und Gestalt. Wenn Sie näher hingehen,
sehen Sie die Blütenblätter, ihr Geäder, die Staubfäden, bis Sie
schließlich erkennen, welche Größe und Weite sich in den
Einzelheiten ausdrückt. Und die Weite in den Einzelheiten eines
Dings zu sehen, heißt, seine heilige Verbindung zum weiten Raum
und allen anderen Dingen zu entdecken. Ein Ding wird durch den in
ihm und um es herum befindlichen Raum "erleuchtet".
Jeremy Hayward
Der Weise lebt in der Welt des Nichttuns.
Er lässt die Dinge geschehen, setzt sie aber nicht in Gang.
Er handelt, aber ohne zu mutmaßen.
Er beendet sein Werk, aber ohne sich damit aufzuhalten.
Erzeugen und ernähren,
Innehaben doch nicht zu besitzen,
Wirken doch nicht beanspruchen,
Leiten doch nicht zu beherrschen;
Das ist ursprüngliche Tugend.
Laotse
Wenn du frei sein willst, dann wisse:
Du bist das Selbst, der Beobachter aller Dinge,
das Herz des Bewusstseins.
Vergiss deinen Körper, sitze still in deiner Bewusstheit.
Dann bist du sofort glücklich, still für immer, frei für immer,
formlos und frei, jenseits der Sinne, der Beobachter aller Dinge.
Ashtavakra Gita
Bist du von der inneren Schönheit aller fühlenden Wesen
so berührt, dass dir deine Haare zu Berge stehen
und Tränen deine Wangen hinunterfließen,
befindest du dich in deinem natürlichen Zustand.
Tulku Urgyen Rinpoche
Weisheit ist nichts als eine Bereitschaft der Seele,
eine Fähigkeit, eine geheime Kunst, jeden Augenblick,
mitten im Leben, den Gedanken der Einheit denken,
die Einheit fühlen und einatmen zu können.
Hermann Hesse
Öffne dein Herz
der dich umgebenden ewigen Liebe,
und sei dir beständig dieser wunderbaren Gegenwart bewusst.
Weisheit ist die Erkenntnis der
tiefsten Wahrheit des Lebens und alles Bestehenden.
Sie ist die Wahrnehmung
des unteilbaren Einen.
Weisheit ist unmittelbares Erkennen des göttlichen Selbst,
entsprungen der Quelle des Urgrunds allen Seins.
Swami Omkarananda
Es gibt keinen Unterschied zwischen euch und mir.
Wir sind alle Flammen desselben Bewusstseins,
desselben Gottes. Ein Selbst lebt in uns allen.
Es ist Eines in vielen und viele in Einem.
Wir sind alle dieselbe Flamme Gottes.
Obwohl wir so viele zu sein scheinen,
sind wir eins: Das müsst ihr wissen.
Öffnet darum euer Herz.
Jeder gehört zu eurer Familie.
Jeder ist mit euch verwandt.
Jeder ist euer eigenes Selbst.
Swami Muktananda
Wenn du glaubst, ein Körper zu sein,
bist du vom Weltall getrennt.
Wenn du glaubst, ein Geist zu sein,
bist du ein Funke des ewigen Feuers,
wenn du glaubst, das göttliche Selbst zu sein, bist du alles.
Vollkommenheit braucht nicht erreicht zu werden,
denn sie ist schon in uns.
Unsterblichkeit und Glückseligkeit
brauchen nicht erreicht zu werden,
denn wir haben sie schon.
Sie sind allzeit in uns gewesen.
Swami Vivekananda
Das Geheimnis des Glücks,
nach dem jede Seele strebt,
beruht auf der Kenntnis unserer Selbst.
Der Mensch strebt nach Glück,
nicht etwa weil Glück sein Unterhalt,
sondern weil es sein ureigenstes Wesen ist.
Hazrat Inayat Khan
Was ist Glückseligkeit anderes als dein eigenes Sein?
Du bist nie vom Sein getrennt, das dasselbe wie Glückseligkeit ist.
Sei das Selbst, das ist Glückseligkeit.
Wenn du in deinem Herzen verwirklichst,
was deine wahre Natur ist,
wirst du unendliche Weisheit,
Wahrheit und Glückseligkeit finden,
ohne Anfang und Ende.
Ramana Maharshi
Wenn du zu dir selbst zurückkehrst,
dann nennt man das Erwachen, Befreiung, Freiheit.
Dein eigenes Selbst erkannt zu haben heißt,
alles zu wissen, alles zu kennen.
In dieses Erwachen ist die Erkenntnis eingewebt,
dass das gesamte Universum sich in dir befindet.
Alle Universen sind in dir, und du bist das Universum.
Dies ist das letzte, das endgültige Verstehen.
Indem du das weißt, weißt du alles.
Solange du das nicht weißt, weißt du nichts,
unabhängig davon, wie viel Information du anhäufst.
H.W.L. Poonja
Das Königreich ist innerhalb von euch und außerhalb von euch.
Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt werden;
und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne
des lebendigen Vaters seid.
Wenn ihr euch aber nicht erkennt,
seid ihr in Armut, und ihr seid die Armut.
Wer das All erkennt, sich aber selbst verfehlt,
verfehlt das Ganze.
Ich bin das All;
das All ist aus mir gekommen.
Und das All ist zu mir gelangt.
Spaltet ein Holz, ich bin da.
Hebt den Stein auf und ihr
werdet mich dort finden.
Jesus Christus
Ich bin der alles Überblickende.
Nur jenes Wissen erkennt
das Bekannte durch den, der weiß.
Die ganze Welt schaue jetzt,
die bewegliche und die unbewegliche,
hier auf der Stelle, in meinem Leib vereint –
und was du sonst noch sehen möchtest.
Ich bin das Selbst
befindlich im Herzen aller Wesen.
Ich bin Anfang, Mitte wie auch
Ende der Geschöpfe.
Bhagavad Gita
Alles, was erfahren, gehört und gesehen wird,
ist Höchstes Bewusstsein in Manifestation
und nichts anderes.
Wer die Erkenntnis der Wirklichkeit erlangt,
sieht das Universum als nicht-duales
Höchstes Bewusstsein.
Shankara
Da wir die Welt gewahren, müssen wir
ihr eine Erste Quelle zugestehen:
Das Große Eine, mit der Kraft, als Vieles
Sich darzustellen.
Denn alle Bilder, Namen und Gestalten,
und der sie schaut,
der Hintergrund, der sie zusammenhält,
und was sie offenbart, das Licht:
All dieses ist wahrlich nur das Eine.
Ramana Maharshi
Der Eine Gott verbirgt sich in jedem Lebewesen,
dennoch durchdringt Er alles und ist das innerste Wesen in Allem.
Er vollbringt jede Arbeit und hat seinen Wohnsitz in Allem.
Er ist das Zeugnis ablegende Bewusstsein, formlos und unsterblich.
Svetasvetar Upanishad
Gott ist das Allem innewohnende Selbst.
Er ist wahrlich die Wirklichkeit von Leben und Erleuchtung.
Wenn der Mensch Gott erkennt, wird er erleuchtet.
Es gibt keinen Weiseren als den, der Gott erkannt hat.
Er verrichtet alle täglichen Arbeiten als Ausdruck seines
göttlichen Selbst und seine Freude ist von Gottes Liebe durchdrungen.
Er ist der Weiseste unter den weisen Menschen.
Mundaka Upanishad
Die Seele findet in ein anderes Leben,
wenn sie den Einen schaut und weiß:
Nichts anderes ist zu wissen nötig.
Nein, alles andere lege ich ab.
In Ihm, dem Einen, soll ich stehen.
Der Eine soll ich werden, alles andere lassen.
Mit meinem ganzen Wesen Ihn umfassen.
Nichts soll mehr an mir sein,
mit dem ich Ihn nicht berührte.
Ich lasse mich, ich will nur noch berühren.
Ich will mich nur vereinen mit dem Einen.
Nur Ihn, den Einen, will ich schauen
im inneren Heiligtum der Seele.
Plotin
Endlich ist Seine Gnade auf mich herabgekommen.
Ich schaute und schaute Ihn an.
Ich verlor mich in diesem wundervollen Anblick Gottes.
Seine Gnade füllte den Becher meines Herzens.
Ekstatische Schauer überwältigten mich.
In Seinem Willen liegt mein Frieden.
Sein Name ist ein Himmel der Ruhe.
In Ihm finde ich mein Alles.
Alles Wissen ruht in Seinem Schoß.
Die ganze Schöpfung entsteht und vergeht in Ihm.
Er ist die Höchste Quelle aller Erscheinungen.
Er ist die Hauptstütze aller Welten.
Er ist der Eine Heilige, vollkommen in Weisheit,
Die Ursache dieser Welt, der Retter!
Swami Sivananda